MOVI – Konzeption und prototypische Realisierung einer mobilen Versichertenidentität

Teammitglieder

Markus Ritthaler und Lennart Frank (SHK)

Projektpartner

Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme (FOKUS)

Das Projekt wird durch das Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme geleitet. Darüber hinaus werden dort Machbarkeitsanalyse, das Design der Lösung sowie deren technische Umsetzung verantwortet.

Fraunhofer-Institut für sichere Informationstechnologie (SIT)

Das Fraunhofer-Institut für sichere Informationstechnologie führt die notwendigen Sicherheitsanalysen des Projekts durch. Für diese Arbeiten sowie die Kommunikation der Ergebnisse ist das SIT nicht an Weisungen der Projektleitung gebunden.

OTH-Regensburg (wissensch

aftl. Begleitung)Das Labor eHealth der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg ist für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts – insbesondere der Erprobung und Evaluation der Lösung – sowie für die Kommunikation der Projektergebnisse an Politik, Selbstverwaltung im Gesundheitswesen und betroffene Interessensgruppen verantwortlich. Auch die OTH Regensburg ist bei ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit nicht an Weisungen der Projektleitung gebunden.

Projektträger

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Dieses Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit

Motivation

Sogenannte Gesundheitsanwendungen (mHealth-Apps) erfreuen sich steigender Beliebtheit. Während diese Anwendungen den Schwerpunkt auf Themen wie Nutzerfreundlichkeit legen, lag dieser bei der Telematikinfrastruktur (TI) bislang auf Sicherheitsaspekten wie dem Datenschutz. Auch innerhalb der TI neueingeführte Konzepte, wie etwa die elektronische Patientenakte (ePA), sehen keine praktikablen Schnittstellen für eine mobile Verwendung vor.

Projektziele

Hauptziel des Projekts ist es, die grundsätzliche Realisierbarkeit einer „virtuellen elektronischen Gesundheitskarte (veGK)“ auf einem Smartphone und/oder Tablet sowohl theoretisch als auch praktisch nachzuweisen. Eine solche veGK soll es Versicherten ermöglichen auch auf Dienste der TI von ihrem privaten Smartphone/Tablet, auf eine bereits vertraute Art und Weise, zugreifen zu können.

 

Neben einem mobilen Zugriff auf Dienste wie etwa die ePA, sind mit einer veGK auch weitere Anwendungen möglich. Im Rahmen des Projekts werden hierzu zwei Anwendungen untersucht:

  • Videosprechstunde (siehe AsK-Projekt)
  • Secure Messeging: Arzt und Patient können mittels eines sicheren Messengers miteinander kommunizieren.

Nutzten Versicherte eine dieser Anwendungen – und authentifizieren sich mittels der veGK bei dieser – kann der Arzt etwa die Identität der Versicherten überprüfen, auch wenn er diese nicht kennt. Die Funktionalitäten der veGK können mit geringem Aufwand auch auf die Virtualisierung von Heilberufeausweisen (HBA)  angewendet werden. Somit ist auch eine gegenseitige Identitätsprüfung möglich. Durch den Einsatz des openID-connect Standards wird nicht nur ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet. Durch die weite Verbreitung soll auch eine hohe Akzeptanz unter Diensteanbietern erreicht werden.